Unsere Geschichte

Die Geburtsstunde des SVD – Vom Versteckspiel zum eigenen Platz

Alles begann mit dem brennenden Wunsch der Dorfjugend nach sportlicher Freiheit. In den 1960er-Jahren gab es in Dickenreishausen noch keinen offiziellen Sportplatz. Wer Fußball spielen wollte, musste auf die „Heiet“ ausweichen – die Wiesen rund um das Dorf.

Das Problem dabei: Es war ein ständiges Versteckspiel. Die Jugendlichen mussten immer auf der Hut sein, um nicht von den betroffenen Bauern erwischt zu werden. Dieser Zustand weckte die Sehnsucht nach einem eigenen Ort, an dem man ungestört trainieren und echte Punktspiele austragen konnte. Dieser Pioniergeist führte schließlich dazu, dass sich am 21. April 1967 im Gasthaus Rössle sportbegeisterte Bürger zusammenfanden, um den SV Dickenreishausen offiziell aus der Taufe zu heben.

Gründungsdatum: 21.04.1967
Ort: Gasthaus Rössle
Erster Vorstand: Richard Schnell
Erstes Spiel: 400 Zuschauer (09.07.1967)
svd loge transparent 512x512
21 April 1967

Vereinsgründung

Treffen im Gasthaus Rössle und offizielle Gründung.

21 April 1967
09 Juli 1967

Platzeinweihung

Erstes Spiel (Schüler) und Eröffnungsspiel gegen Trunkelsberg (400 Zuschauer).

09 Juli 1967
1975

Erster Aufstieg

Aufstieg in die B-Klasse unter Trainer Christian Rehm.

1975
Frühjahr 1980

Heim-Fertigstellung

Abschluss der Außenanlagen des Sportheims nach 3500 Arbeitsstunden.

Frühjahr 1980
1985–1989

Damenmannschaft

Zeitraum, in dem die erste Damenmannschaft unter Thomas Stetter bestand.

1985–1989
Saison 1990/91

Aufstiegskrimi

Aufstieg in die A-Klasse Mitte nach drei dramatischen Entscheidungsspielen.

Saison 1990/91
1996/97

Bau der Tribüne

Errichtung der Tribüne in nur 10 Monaten Bauzeit.

1996/97
Saison 1999/00

Meisterschaft

Titelgewinn unter Spielertrainer Klaus Schiebel am letzten Spieltag.

Saison 1999/00
2001

Sportheim-Anbau

Unterkellerung der Terrasse zur Schaffung neuer Funktionsräume.

2001
Saison 2006/07

Rekord-Aufstieg

Souveräner Aufstieg mit 69 Punkten unter Jürgen Bischof.

Saison 2006/07
2007

40 Jahre SVD

Jubiläumsfeier und Spatenstich für den neuen Trainingsplatz.

2007

Die Geschichte

21. April 1967: Vereinsgründung

Vereinsgründungen kommen meistens aufgrund der eigenartigsten Anlässe zustande. Die Gründung des Sportvereins Dickenreishausen und der damit verbundene Bau eines Sportplatzes dürften hauptsächlich darauf zurückzuführen sein, dass die Dorfjugend zu ihren Fußballspielen nur einen „Heiet“ (Wiese) rund um das Dorf benutzen konnte. Da die Mannschaften jedoch immer bedacht sein mussten, sich von dem betroffenen Bauern nicht erwischen zu lassen, wünschten sie sich mehr und mehr einen eigenen Platz, auf dem die Möglichkeit zum ungestörten Training und auch zu Punktspielen bestand. Am 21.04.1967 trafen sich für die Nöte der Jugend verständnisvolle und selbst sportinteressierte Gemeindebürger im Gasthaus Rössle und gründeten unter Vorsitz des Fußball–Spielgruppenleiters Buder in Zusammenarbeit mit Herrn Bürgermeister Rabus, dem Gemeinderat und einem Schulvertreter den SV Dickenreishausen.

Folgende Herren trugen sich als Gründungsmitglieder ein: Baar Fritz, Barth Christian, Barth Gerhard, Brantsch Hans, Breckel Dieter, Einsiedler Helmut, Geiger Gerhard, Groß Wilhelm, Häring Gerhard, Hagenah Gerd, Hasel Jakob, Hörger Gottfried, Hörger Jakob, Hrb Erich, Hug Manfred, Hug Wolfgang, Kehrle Richard, Klotz Hans, Kozlik Gerhard, Kreißl Reinhard, Küchle Helmut, Leutenmayr Josef, Loipführer Josef, Müller Alois, Müller Ernst, Rabus Johannes, Rauh Konrad, Rehm Tobias, Schernell Heinz, Schnell Richard, Unold Gerhard, Wassermann Arthur, Wassermann Georg, Wiblishauser Manfred, Wiblishauser Martin und Zettler Hermann. Als Vorstand stellte sich Richard Schnell zur Verfügung. Zum zweiten Vorstand wurde Hans Bransch gewählt. Christian Barth besetzte den Posten als Kassierer. Das Amt des Schriftführers übernahm Georg Hagenah. Als Beisitzer fungierten Fritz Baar, Josef Loipführer und Tobias Rehm.

09. Juli 1967: Platzeinweihung

Natürlich benötigt ein Sportverein auch einen Sportplatz. Das hierzu erforderliche Grundstück stellte der Landwirt Helmut Küchle zu günstigen Bedingungen an der Straße nach Kronburg zur Verfügung. Es begann nun eine Zeit fieberhafter Tätigkeit, um einen Sportplatz entsprechend den Bestimmungen herzurichten, wobei die Vorstandschaft mit gutem Beispiel voranging. Am Sonntag, den 09. Juli 1967, war es endlich soweit. Nach einer kurzen Ansprache und der Sportfeldübergabe durften die Jüngsten des Vereins, die Schüler, mit einem Fußballspiel gegen die Schüler von Viktoria Buxheim den Platz einweihen. Dem Sportbericht der Memminger Zeitung von damals war zu entnehmen, dass es eine Freude gewesen sei, den Buben beim Spielen zuzusehen. Was gezeigt wurde, berechtigte zu der Annahme, dass in ein paar Jahren sehr gute Spieler zur Verfügung stehen (was auch tatsächlich eingetreten ist). Das offizielle Eröffnungsspiel, zu dem die stolze Zahl von 400 Zuschauern erschien, verlor die neu geschaffene I. Mannschaft gegen die starke und schussgewaltige I. Mannschaft von Trunkelsberg nur knapp mit 2:4 Toren. Am Abend wurde der Eröffnungstag mit einem Gründungsfest unter Mitwirkung der Chorgemeinschaft Dickenreishausen und anschließendem Tanz abgeschlossen.

1975: Erster Aufstieg

In den ersten Jahren zeigte sich, dass aus dem Sportverein, der einmal Unterabteilungen wie Tischtennis, Faustball oder Gymnastik unterhalten sollte, mehr und mehr ein reiner Fußballverein wurde. Die Senioren, so hießen damals die Herrenmannschaften, die in der C-Klasse beginnen mussten, konnten bereits nach dem 3. Spiel ihren ersten Sieg erringen und dies vor heimischem Publikum. Bemerkenswert ist, dass sich die Mannschaft nie auf dem letzten Tabellenplatz fand. Unter Trainer Christian Rehm schaffte man 1975 schließlich den Aufstieg in die B-Klasse.

27. Juli 1978: Spatenstich Sportheim

Bereits beim 10-jährigen Jubiläum hatte man genehmigte Pläne für den Bau eines Sportheimes in der Schublade. Leider verging ein ganzes Jahr, bis die Finanzierung sichergestellt war. Am 27. Juli 1978 konnte endlich der erste Spatenstich gemacht werden. Der gesamte Rohbau wurde unter der Regie von Erwin Stetter in Eigenleistung erstellt, so gelang es noch vor Jahresende aufzurichten und das Dach einzudecken.

1979: Meisterschaft B-Klasse

Der nachfolgende Trainer Gerhard Weiß konnte 1979, mit der durch guten Nachwuchs verstärkten Mannschaft, die Meisterschaft der B-Klasse erringen und somit in die A-Klasse aufsteigen. (In der Folge war das Jahr 1982 weniger erfolgreich, da man diese Klasse nicht mehr halten konnte – eine bittere Pille für Trainer Peter Merrath. Zum Ausgleich führte 1983 Trainer August Uhlmayer seine Schützlinge wieder in die A-Klasse zurück. Dieses Jahr war für die Reservemannschaft der größte Erfolg: Sie wurde ohne ein Spiel verloren zu haben Meister der B-Klasse, während sich die I. Mannschaft nur ein Jahr in dieser Klasse halten konnte).

Frühjahr 1980: Heim-Fertigstellung

Im auf den Spatenstich folgenden Jahr wurde der Innenausbau durchgeführt, die Entwässerung fertig gestellt und ein Geräteraum angebaut. Insgesamt 3500 freiwillige Arbeitsstunden wurden in das Projekt investiert, das mit der Bepflanzung der Außenanlagen im Frühjahr 1980 abgeschlossen wurde.

1985–1989: Damenmannschaft

Nach dem Abstieg fand in der Saison 1985-86 ein Umbruch in der Mannschaft statt. Einige ältere Spieler beendeten ihre Laufbahn und der neue Trainer Helmut Mauritz begann mit jungen Spielern die Mannschaft neu aufzubauen. In diesem Zuge wurde auch eine Damenmannschaft gegründet, die unter Trainer Thomas Stetter von 1985 bis 1989 Bestand hatte. In den Jahren bis zum nächsten Trainerwechsel wurde stets ein guter Mittelplatz der B-Klasse Memmingen erreicht.

Saison 1990/91: Aufstiegskrimi

Mit Bernd Wichtrup wurde 1988 ein neuer Mann verpflichtet, der die Mannschaft wieder in die A-Klasse führen sollte. Nach einem 5. Platz im ersten Jahr folgte ein 2. Platz und dramatische Relegationsspiele (u.a. Sieg gegen Steinheim im Elfmeterschießen nach 1:3 Rückstand und Sieg gegen Mattsies, bevor man knapp an Westerheim scheiterte). Ab Juli 1990 übernahm mit Christian Kerwien ein Mann aus dem eigenen Lager das Kommando. Nach einer turbulenten Saison schaffte der SVD den Aufstieg in die A-Klasse Mitte. Die Mannschaft benötigte drei Entscheidungsspiele: Nach einer Niederlage gegen Grönenbach (1:3 n.V. in Ottobeuren vor 800 Zuschauern) folgten Siege gegen Sontheim (1:0) und Unterrieden (3:2 nach Rückstand), was den lang ersehnten Aufstieg sicherte.

1996/97: Bau der Tribüne

Nachdem man sich in der A-Klasse etabliert hatte (beachtlicher 4. Platz als Neuling, Reserve-Meisterschaft 1994/95) und dramatische Klassenerhalte feierte (1995/96 gegen Oberrieden; 1996/97 durch zwei Eigentore von Türkheim), erhielt das Sportgelände mit dem Bau der Tribüne eine weitere Aufwertung. Von der Planung bis zur Erstellung des Rohbaus wurden unter der Regie von Bernd Brader und Hans Wiedenmayer nur zehn Monate benötigt. Durch diese Energieleistung aller Beteiligten in Eigenleistung konnte die Tribüne zum 30-jährigen Bestehen eingeweiht werden.

Saison 1999/2000: Meisterschaft

Nachdem man unter Alfons Miedl 1998/99 in die neu gegründete Kreisklasse abgestiegen war, wurde die Saison ins neue Jahrtausend denkwürdig. Erstmals seit 1979 feierte man wieder eine Meisterschaft. Spielertrainer Klaus Schiebel ging als Vorbild voran. Am letzten Spieltag reichte ein Unentschieden in der Nachspielzeit gegen Steinheim, um den 1. Platz gegen Verfolger Woringen zu verteidigen, worauf eine rauschende Meisternacht folgte.

2001: Sportheim-Anbau

Nachdem man 2001 zum „Relegationskönig“ avancierte (Sieg gegen Memminger Ostler vor 700 Zuschauern und Elfmeter-Sieg gegen Oberrieden in Erkheim) sowie den „Mitron-Cup“ gewann, wurde auch baulich investiert. Da ein Umbau 1999 mangels Mitteln scheiterte, entschied man sich für einen Anbau durch Unterkellerung der Terrasse. Unter Anleitung von Hans Wiedenmayer, Wolfgang Pätsch, Thomas Stetter und Thomas Merk entstanden ein Getränke-, Schiedsrichter-, Abstellraum sowie ein Büro. Der Schankraum wurde durch eine Küche erweitert und das Vorhaben 2002 mit Pflasterarbeiten abgeschlossen.

Saison 2006/07: Rekord-Aufstieg

Nach den „schwärzesten zwei Jahren“ (Abstiege 2002/03 und 2003/04 bis in die A-Klasse) übernahm Jürgen Bischof (unterstützt von Walter Baar) das Kommando. Nach einem 5. Platz und einem 3. Platz (sowie zwei Reserve-Meisterschaften) gelang 2006/07 der Durchbruch. Mit einer Mischung aus Jung und Alt sicherte man sich mit 69 Punkten den 2. Platz – fast 20 Punkte vor dem Dritten – und damit den souveränen Aufstieg in die Kreisklasse.

2007: 40 Jahre SVD

Das Jahr 2007 ging als bedeutendes Jahr in die Geschichte ein: Aufstieg, 40-jähriges Vereinsjubiläum und der Spatenstich für den lang ersehnten Trainingsplatz direkt am Sportgelände durch Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger. Nach jahrelangem Kampf um Grundstücke und Haushaltspläne wurde dieser Meilenstein dank der Vorstandschaft, der Stadt Memmingen und vieler Beteiligter erreicht. Das Zusammengehörigkeitsgefüge beim SV Dickenreishausen blieb über 40 Jahre etwas ganz Besonderes.

Hast du Fragen? Kontaktiere uns einfach!

Werde Teil unseres SVD!

Nach oben scrollen